Tipps & Tricks von Nana


Die Sache mit dem Licht

 

Viele haben noch Nähmaschinen, wo eine normale Glühbirne drin ist. Neue Modelle haben bereits LED-Licht und arbeiten dadurch in einem viel helleren und klareren Umfeld.

 

Im Baumarkt gibt es passende LED-Birnen und ich rate, diese auszutauschen mit der in der Nähmaschine. Und sollte das mal nicht gehen (bei den Pfaffs ist das oft ein komplett geschlossenes System), dann bittet bei der nächsten Inspektion um einen Wechsel der Birne. Kostet nicht viel, bringt aber eine Menge mehr Licht und es bleibt kühl!


Die Sache mit der Garnmenge!

 

Stets fragt man mich, wieviele Garnrollen man denn so braucht für einen Quilt?

 

Es hängt von zwei Faktoren ab:

1) Benutzt man oben und unten das gleiche Garn?

2) Wie intensiv quiltet man?

 

Wenn man oben und unten das gleiche Garn benutzt, kann es schon mal eng werden mit einer Spule, wo 450 m drauf sind. Hier ist es stark abhängig davon, wieviel man quiltet. Einen Lasagnequilt bekommt man auch mit einer Spule locker hin, einen New York Beauty muss man intensiver quilten und benötigt sicherlich zwei Rollen. Viele quilten nur in der Naht, auch da reicht eine Spule aus.

 

Benutzt man unten Bottom Line und oben ein anderes Garn, reicht eine ganze Spule definitiv immer aus! Ich selbst habe noch nie für einen Quilt eine komplette Spule aufgebraucht, da ich als Unterfaden immer Bottom Line oder Monofil nehme.


Die Sache mit dem Rand!

 

Einige von Euch werden es vielleicht kennen: am Rand ist zuviel Stoff! Beim Quilten wirft er Falten! Er wellt sich extrem!

 

Das umgeht Ihr, indem Ihr nicht einfach einen Streifen anlegt und annäht, sondern genau ausmesst und zwar so, wie es die Patchworkregel eigentlich "verlangt".

 

Beide Seiten ausmessen (sagen wir die Längsseiten). Sollten beide Seiten eine unterschiedliche Länge haben, nehmt Ihr die goldene Mitte. Den Randstreifen schneidet Ihr nun exakt so lang wie das genommene Mittelmaß und näht es an.

 

Macht man es nicht so, ist der Randstreifen um einiges länger als er sein müßte und man hat das "zuviel" an Stoff, welches nur schwer zu quilten ist.


Die Sache mit der Garnwahl

 

Oft werde ich gefragt: "Wie entscheide ich, welches Garn das richtige ist?"

 

Generell kann man nehmen, welches einem gerade am besten gefällt...

 

...ABER:

 

Treffen, wie auf dem Foto, viele Stoffe aufeinander, entsteht auf der Rückseite ein extrem dicker Hubbel. Über diesen zu quilten (oder auch drumherum) ist für die meisten Maschinen schon eine echte Herausforderung, wählt man hier jedoch das falsche Garn, führt das zu ständigem Fadenriss!

 

Wer ein solches Top hat, sollte hier - dies ist meine persönliche Empfehlung - auf stabiles Garn zurückgreifen. Stabiles Garn heißt in meinem Shopsortiment Master Piece oder King Tut von Superior. Da King Tut aber noch eine Garnstärke dicker ist, rate ich zu diesem Garn, wenn, wie oben gezeigt, 6 Stoffe aufeinander treffen. Selbstverständlich geht dies nur mit einer 90er Nadel, eine 80er wird das nicht schaffen.


Die Sache mit dem Vorzeichenstift

 

Wer den Frixion Pen entfernen will, sieht sich oft gezwungen, über die Markierungen zu bügeln. Das ist für unsere schöne Quiltarbeit aber nicht wirklich zuträglich.

 

Er läßt sich leicht und schnell entfernen, wenn man ihn wegfönt!

 

Wenn man ihn benutzt hat und die Linien kommen dezent zurück (ein alt bekanntes Problem bei dem Frixion), dann ist auch dies leichter mit dem Fön behoben als mit dem Bügeleisen, vor allem bei Wandbehängen.


Die Sache mit dem Binding

 

Bei vielen Quilts sehe ich, daß der Rand falsch angebracht ist (siehe Tipp #3) und wenn dazu dann auch noch das Binding locker angenäht wird, wellt sich der Quilt ins Unermessliche.

 

Bei allen Quilts, auch bei denen mit richtig angenähtem Rand, empfehle ich das "geizige" Annähen des Bindings! Damit meine ich, es immer in klitzekleines bisschen unter Spannung zu halten beim Annähen, dadurch wirkt es formgebend und mind. der Rand behält ein wenig mehr die Fassung.


Die Sache mit der Webkante

 

 

Was nicht in eine Rückseite gehört sind die Webkanten! Auch nicht zwei Stoffe an der Webkante entlang zusammennähen, selbst wenn es sehr praktisch ist. Webkanten sind so dicht und fest, sie verziehen den Stoff. Also vorher abschneiden und dann Nähen/Quilten!


Die Sache mit dem Faden

 

 

Immer wieder werde ich in meinen Kursen gefragt:

 

"Nana, wie mache ich das am besten mit dem Faden?"

 

Unten findet Ihr 3 Varianten für den Fadenanfang und eine Variante für das Fadenende, so wie ich es mache.

 

Weitere werden folgen, bleibt dran!